Skatje, die kittelschürze

Schönste Stoffe aus aller Welt, Nähkurse im Landatelier, 
Burgstrasse 9, Kusterdingen-Mähringen

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...immer wieder sonntags

Gepostet am 24. November 2019 um 11:00 Comments Kommentare (0)

An Sonntagen mag ich die Idee, alles kann, nichts muss.

Ich bin ein unfreiwilliger Frühaufsteher. Als meine Kinder klein waren, habe ich mir fest vorgenommen, sobald es geht, wieder bis in den lieben langen Tag hinein zu schlafen, mich noch drei mal von rechts nach links und wieder zurück zu drehen und den Tag, zumindest am Wochenende nicht vor elf zu beginnen....Pustekuchen! Zwischen 5 und 6 Uhr morgen, in Worten MORGENS, bin ich wach.

Also gehe ich früh und frisch ans Werk...und das sind dann meine kreativsten Stunden.

Nach Kaffee und einer Scheibe Knäcke, frisch geduscht und gehübscht, finde ich mich in meinem Atelier wieder.

Und das ist übrigens ein absolutes MUSS.

Nie in Jogginghose, nie direkt aus dem Bett, nie ungekämmt und ungewaschen, nie ohne ein bischen Wimperntusche geh ich in mein Atelier.

Heute also hab ich zuerst meine Bestellungen aus dem onlineshop verpackt...das mach ich ja sowieso gerne, Päckchen packen, deshalb freu ich mich immer über ein zwei Bestellungen auch am Sonntag. Mit meinem speziellen Papier, kleines Gschenkle mit rein, Freude pur.

Danach hab ich an meinen Felikörbchen gearbeitet. Gestern schon zugeschnitten, dann heute gevliest, zwei sind dann jetzt schon genäht. Ich mag die Vorstellung, dass so niedliche kleine Hunde wie unsere Feli in so einem Körbchen liegen. Gemütlich und hübsch, ich glaube, die Felis dieser Welt spüren, wenn man ihnen was Liebes tut. Feli hat jetzt ein Körbchen bei mir und noch eines zu Hause, denn sie wohnt ja bei meiner Tochter Jette. Und in beiden fühlt sie sich wohl, denn wenn sie bei mir zu Besuch ist, liegt sie immer sofort rein, macht die Augen zu und entspannt sich...

So, jetzt näh ich noch ein Körbchen fertig, ein toller Stoff mit retro orangenen Äpfeln...meine Körbe und vieles mehr findet ihr ja auf etsy/skatje.

Wie alles begann

Gepostet am 23. November 2019 um 5:15 Comments Kommentare (0)

Eines schönen Tages brachte mit Jelle, der Mensch, der mir den Namen Skatje gab, eine Kittelschürze mit.

Das sind diese Hauskleider, die bis in die späten 80er jede Hausfrau zu Hausarbeiten trug, zumindest die Guten, also die Hausfrauen...

Er wußte, wie sehr ich schöne Stoffe liebe und tatsächlich, diese Kittelschürze war ein besonders prachtvolles Exemplar. Rosagrundiger Blumenstoff aus fester Baumwolle, hübsche aufgesetzte Taschen mit Besatz und Knöpfe mit Goldrand. Paspelband an Kragen und Revers und: Ungetragen und originalverpackt.

Dem Bild auf der Verpackung nach musste es sich um ein Stück aus den späten 70ern handeln und liebevoll legte ich das gute Stück in seine gewohnte Umgebung zurück. Sie kam aus einem Kleiderschrank, wo sie 35 Jahre gelegen hatte und lag nun wieder in einem Schrank, nämlich in meinem...es sollten aber keine weiteren 35 Jahre werden, denn eines schönen Tages wußte ich, was zu tun war.


Ich holte die Nähmaschine vom Dachboden (eine Pfaff 360, graues Gusseisen, gekauft 1961 von meiner Mutter, Ladenpreis damals 630 DM), schnitt die Schürze auseinander und verbrachte die nächsten drei Tage damit, einen Taillenbund zu nähen. Von nix ne Ahnung, aber beseelt von der Idee, aus dieser Kittelschürze den schönsten Rock der Welt zu nähen.


Und es gelang.

Den Rock besitze ich bis heute, er ist ein bischen durch vom vielen Tragen und Waschen, ein Knopf ist verloren gegangen, aber ich liebe ihn immer noch und ich muss ihn ja nicht in die Oper tragen.


Nähhhh...näh selber

Gepostet am 23. November 2019 um 4:15 Comments Kommentare (0)

Guten Morgen,

liebe Freundinnen des wilden Nähens



heute möchte ich damit beginnen, mit Euch meinen wilden Nähalltag zu teilen. Und ich möchte Euch von meinem Werdegang erzählen, der mich so weit gebracht hat. Ich möchte Euch Mut machen, Euren Weg zu gehen, Erfolge zu feiern, Misserfolge als Chance zu begreifen und immer wieder, jeden Tag aufs Neue, mit dem weiter zu machen, woran Ihr glaubt und wofür Ihr brennt.


Skatje werde ich genannt, das bedeutet Schätzle und dieser Name ist mir geblieben in Erinnerung an einen Menschen, der mir auf diesen Weg geholfen hat und dem ich so vieles verdanke. Aber dazu später mehr.


Heute möchte Euch nur so viel verraten: Ich bin 52 Jahre alt, habe 4 Töchter und einen Sohn, von denen Ihr noch einiges hören werdet, und



Ich habs ja nicht gelernt.



Meine Leidenschaft war es schon immer, mit den Händen zu arbeiten.


Aus Nix mach fix was neues.


Das Material war mir dabei fast egal, Hauptsache, ich konnte etwas entstehen lassen. Also lerne ich schon als Kind Häkeln und Sticken, etwas Stricken, was mir aber nie so gefallen hat. Ich zeichnete und malte, blöderweise vor allem in der Schule wärend des Unterrichts. Die Heftseiten nach der Mittelklammer gehörten meinen Zeichnungen, die vorderen blieben leider leer, den ich hatte ja besseres zu tun, als dem zu folgen, was in Mathe, Chemie oder (oh Graus) Physik zu lernen gewesen wäre. Modezeichnungen, wilde Mangabilder oder auch mal das eine oder andere Lehrerportrait beschäftigten mich. Im Kunstunterricht allerdings war ich grottenschlecht, ich war einfach zu renitent. Zumal ich in einer Zeit zur Schule ging, als Kunstlehrer lila Latzhosen trugen und am liebsten jede Farbe mit Ocker abmischten. Erdfarben nannte das meine Kunstlehrerin, Kackafarben nannte ich das.


Ich liebe bis heute klare Farben, mit Erdfarben und Kunstlehrerinnen habe ich meinen Frieden gemacht und kann Euch so an einem schönen kreativen Leben teil haben lassen.


 


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